Die ganze Welt umarmt Borken
(mge). „Das ist Musik, die wir von Herzen lieben“, schon der Titel des diesjährigen Neujahrskonzertes von Sängervereinigung 1925 und Blasorchester lassen die Handschrift von Musikdirektor Robert Kemper erkennen. Und so war es denn auch bei der Zusammenstellung des Programms und bei der Moderation. Wenn dann noch ad hoc Stühle in den Saal gerollt werden, weil mehr als 800 Besucher Plätze suchen, dann zeugt das doch von der Qualität und ganz sicher von der Beliebtheit dieser alljährlichen Aufführungen.
Zu Beginn konnte der Vorsitzende der Sängervereinigung, Friedhelm Eberz, die zahlreichen Zuhörer und unter den
Ehrengästen Bürgermeister Rolf Lührmann begrüßen. Mit „Frei weg“ eröffnete das Orchester unter Leitung von Markus Wellermann den Reigen, dem eher besinnliche Chorstücke wie „Still ruht der See“
oder das russische „Der Name des Herrn“ folgten. Da hinein passte auch das „Children of Sanchez“, bei dem Wellermann exzellent das Flügelhornsolo spielte.
Im ersten Teil
zeigte der Solist, Markus Höft, sein Können auf dem Akkordeon mit „Im Gänsemarsch“ und bei der „Petersburger Schlittenfahrt“, letzteres dezent von Schellen und Klatschen begleitet.
Vor der Pause brachte der Chor eines seiner innigsten Stücke, den ewigen Evergreen „Meines Großvaters Uhr“ einen netten Slowfox im wiegenden 4/4-Takt mit Veronika Maksimovas am Flügel und Christian Bischof am Schlagzeug. Immer wieder gern gehört.
Nach der Pause ging es geschmeidig-gefällig mit dem Orchester und den besten Stücken von James Last weiter und auch die Filmmelodien aus dem Dreiteiler „Fluch der Karibik“ ließen sich gut
anhören. Solist Markus Höft glänzte vor allem mit dem Fünfzigerjahre-Schmuse-Hit „Mona Lisa“.
Die Sängervereinigung drehte dann noch einen Zacken weiter bei „Buenos Dias, Argentina“, dem saftigen Tango „Olé Guapa“ mit eher minimalistischem Text, und Drafi Deutschers unverwüstlichem „Marmor, Stein und Eisen bricht“. Bei manchen Melodien könnte Robert Kemper die ganze Welt umarmen, dann dirigiert er mit weiten Gesten Chor, Solisten und Publikum gleichzeitig. Da reißt es ihn dann auch schon mal förmlich hin.
Fazit nach alledem: ein gelungenes Konzert, zufriedene Sänger und Musiker und eine große begeisterte Zuhörerschar, für die so ein Neujahrskonzert einen festen Platz im Kalender hat.
Quelle: Borkener-Zeitung vom 20.01.2009
|